Wer hat Anspruch auf Pflegehilfsmittel?

Ein anerkannter Pflegegrad von 1 bis 5 ist ein wichtiger Ausgangspunkt für den Antrag auf Pflegehilfsmittel. Das Pflegepaket unterstützt die häusliche Pflege durch Angehörige oder andere private Pflegepersonen. Zusätzlich kommt es darauf an, welche geeigneten Produkte in Ihrer Pflegesituation tatsächlich benötigt werden.

Ein Angehöriger stellt ein schlichtes Paket im Eingangsbereich einer Wohnung ab.KI-unterstützte Bildbearbeitung

Pflegegrad und Pflege zu Hause

Pflegehilfsmittel sollen die Pflege erleichtern, Beschwerden lindern oder mehr Selbstständigkeit ermöglichen. Ein anerkannter Pflegegrad allein bedeutet deshalb nicht, dass jedes beliebige Produkt automatisch bewilligt wird. Beschreiben Sie im Antrag Ihre tatsächliche Situation und wählen Sie Ihren Bedarf entsprechend aus.

Die häusliche Pflege kann im eigenen Zuhause oder bei Angehörigen stattfinden. Ein Pflegedienst kann ergänzend unterstützen. Die Pflegehilfsmittel aus diesem Paket sind jedoch für die Pflege durch private Pflegepersonen vorgesehen, nicht für den Materialbedarf des Pflegedienstes. Für eine vollstationäre Versorgung gelten andere Rahmenbedingungen; klären Sie den Bedarf dann mit der Einrichtung und Ihrer Pflegekasse.

Eine Seniorin und ihre Tochter ordnen gemeinsam Handschuhe und unbeschriftete Flaschen am Tisch.KI-unterstützte Bildbearbeitung

Diese Angaben helfen beim Antrag

Legen Sie den Namen Ihrer Pflegekasse und Ihre Versichertennummer bereit. Prüfen Sie außerdem, ob Ihre Anschrift aktuell ist und wohin die Lieferung gehen soll. Wer für eine andere Person handelt, sollte vorab klären, in welcher Funktion und mit welcher Berechtigung dies geschieht.

Erhalten Sie bereits Pflegehilfsmittel von einem anderen Anbieter, gehört auch diese Information in die Abstimmung. Notieren Sie dessen vollständigen Firmennamen, Anschrift und – wenn vorhanden – Ihre Kundennummer. So lassen sich der bisherige Bezug und der geplante Beginn besser aufeinander abstimmen.

Ein älterer Mann telefoniert, während sein Angehöriger am Tisch Notizen vorbereitet.KI-unterstützte Bildbearbeitung

Was geschieht nach dem Antrag?

Nach unserer bisherigen Erfahrung kann es bis zu sechs Wochen dauern, bis eine Entscheidung zum Antrag vorliegt. Rückfragen oder ein Anbieterwechsel können zusätzliche Abstimmung erfordern. Das ist eine betriebliche Erfahrungsangabe und keine gesetzliche Bearbeitungsfrist.

Die erste Lieferung erfolgt nach bestätigter Kostenübernahme. Für deren Organisation planen wir betrieblich mit bis zu zwei Wochen; den konkreten Start stimmen wir mit Ihnen ab. Anschließend liefern wir einmal im Monat, meistens zwischen dem 10. und 18. Kalendertag.

Für die Antragstellung berechnen wir keine Gebühren. Auch bei einer Ablehnung fallen bei uns keine Stornierungskosten an. Privatversicherte erhalten bei uns eine Rechnung, die sie zunächst selbst begleichen und anschließend zur Erstattung einreichen. Klären Sie deren Umfang und Voraussetzungen vorher mit Ihrer Versicherung. Bei Anspruch auf Beihilfe stimmen Sie auch die zuständigen Kostenträger und deren Leistungsanteile vor der Versorgung ab.

Fachliche Grundlagen: BMG: Pflegegrad 1; § 40 SGB XI; AOK: Pflegehilfsmittel; TK: Antrag auf Pflegehilfsmittel; GKV: Pflegehilfsmittelvertrag. Stand der Prüfung: 1. Oktober 2026.

Eine ältere Frau und ihre Angehörige unterhalten sich entspannt auf dem Sofa.KI-unterstützte Bildbearbeitung

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